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Mittwoch, 11. Januar 2012

Hähnchen auf der Anklagebank

Nicht das Hähnchen sollte auf der Anklagebank sitzen!!!

Jeder, der im Supermarkt ein industriell produziertes Hähnchen kauft, stimmt mit dem Kauf dem Einsatz von Antibiotika innerhalb des Zuchtbetriebs zu. Ohne deren Einsatz ist das vom Kunden gewünschte Preisniveau auf keinen Fall zu erreichen. In Folge des dauerhaften Einsatzes - mindestens dreimal täglich bekommen die Tiere diese Medikamente verabreicht - werden die naturgemäß in den Hähnchen vorhandenen Keime gegen Antibiotika resistent. Das Auftreten des Enzyms ESBL wurde nun in Supermarkt-Hähnchen festgestellt, die Empörung ist groß.

Hühner wissen, woher die Krankheitserreger bei den Masthähnchen kommen - sollten Menschen nicht ebnso klug sein, wie das "dümmste Huhn"?

Fakt ist: Empörung ist angesagt! Und zwar darüber, dass diejenigen, die sich jetzt über verseuchte Tiere beklagen, selbst dafür sorgen, dass es soweit kommt.

Empörung ist angesagt: Darüber, wie erbärmlich die Tiere in ihrem kurzen Leben (35 bis 42 Tage) gequält werden, nur weil der Mensch den Hals nicht voll genug bekommt von billigstem bis allerbilligstem "Hähnchenfleisch".

Es gibt Alternativen, viele sich bewusst ernährende Menschen haben bewiesen, dass es auch anders geht. Diejenigen, die sich lieber über die Bild-Zeitung informieren, wie man weiterhin Masthähnchen im Ernährungskreislauf belassen kann, brauchen sich nicht zu wundern, wenn sie weiterhin ihre eigene Haut zu Markte tragen - auf denn bis zur nächsten Empörung ...
copyright Text und Fotos:
Max Günter Jagodzinska
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1 Kommentar:

  1. Das ist genau die Scheinheiligkeit, die in solchen Skandalen immer schlummert. Wir sind so lange auf Schnäppchenjagd, bis unser Job wegrationalisiert wird und es am Ende unser Leben kostet. Und dann schauen wir aber ...

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