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Montag, 13. Mai 2013

Verabschiedung vom FC

Fünf Spieler vergrößern nun also das sowieso schon unüberschaubare Heer der Ex-FC-Spieler, die man irgendwo irgendwann bei einem Zweitligaspiel als Gegenspieler antreffen wird.



Als Christopher Schorch, Christian Eichner, Tobias Strobl, Daniel Royer und Stefan Maierhofer vor dem Anpfiff offiziell verabschiedet wurden, flossen keine Tränen für die fünf Nichtvertragverlängertbekommenhaber. Falls bei dem einen oder anderen Fan ein Tränchen gesehen wurde, dann nur weil nicht noch zwei oder drei weitere einen Blumenstrauß und einen warmen Händedruck zum Abschied bekommen haben. Meine persönlichen Favoriten AC7 und ML33 demonstrierten im Verlauf des Spiels nachhaltig weshalb das so ist.
 
Tschööö ...
 
 
Ich habe mich mit einem Blick auf mehrere Datenbanken versichert. Es stimmt , der Schorch war tatsächlich schon 2009 verpflichtet worden – hätte ich nicht gedacht. Das Abwehrtalent wurde damals mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet. „Christopher Schorch passt genau in unser Anforderungsprofil und er verstärkt die Qualität unseres Kaders“, hatte Ex-Manager Michael Meier den Transfer begründet und als „bewusst langfristig angelegt“ bezeichnet, weil es ja auch um die Perspektive gehe. Also ehrlich gesagt, die Perspektiven des Herrn Meier hätte ich nicht gebraucht. Christian „Eiche“ Eichner zählt für mich zu den wenigen Spielern, die für die Misere der Vorjahre nicht verantwortlich zu machen sind. Ich fand ihn gar nicht sooo schlecht, es gibt jede Menge Zweitliga-Verteidiger, die keinen Deut besser sind. Pech für ihn, dass auf seiner Position Jonas Hector eine großartige Saison gespielt hat und dem FC (hoffentlich) noch lange Freude machen wird. Zu Tobias Strobl und Daniel Royer gibt es nicht viel zu sagen. Die sind halt mitgelaufen, ohne weiter aufzufallen. Ausgeliehen und zurück, danke schön für den Einsatz und viel Glück in der weiteren Karriere.
 
Stefan Maierhofer. Zu ihm gibt es ganz bestimmt etwas zu sagen. Mit seiner Spielweise und seinen ganz speziellen Fähigkeiten gehört er zu den Spielertypen die polarisieren. Man kann dem langen Österreicher nicht vorwerfen, dass er nicht gekämpft hätte. Was der an Kilometern abgespult hat, war schon beeindruckend, aber ein Stürmer muss halt den Ball im Tor versenken, und das ist ihm einfach viel zu selten gelungen. Wäre es so gewesen, dass er keine Chancen zum Abschluss bekommen hätte, könnte man ja Nachsicht üben, aber die Chancen gab es, und zwar dutzendweise. Natürlich hat er auch häufig darunter gelitten, dass die Schiedsrichter bei seinen Aktionen viel zu oft auf Foul entschieden haben. Was kann der arme Kerl denn dafür, wenn so ein schmächtiger Gegenspieler von seinem Körper abprallt und das ausnutzt, indem er sich schreiend auf der Wiese krümmt, um kurz danach grinsend einen Freistoß auszuführen? Aber trotz allem muss ich Stefan Maierhofer fragen: „Stefan, Fußball ist nicht unbedingt deine Stärke. Gibt es wirklich nichts anderes, das du besser kannst?“
 


Nun bin ich sehr gespannt, wie die Mannschaft zu Beginn der kommenden Saison aussehen wird, für die sämtliche Verantwortliche beim FC den Aufstieg als einziges Ziel definiert haben. Von den Spielern, die im Moment noch zum Kader gehören, dürfen meinetwegen gerne gehen: Adil Chihi, Matthias Lehmann und Mato Jajalo. Von einigen in dieser Spielzeit wenig bis gar nicht eingesetzten Spielern erhoffe ich mir ziemlich viel, nämlich von Bruno Nascimento, Sascha Bigalke, Fabian Schnellhardt und Kacper Przybylko. Richtig starke Leistungsträger werden sollten Timo Horn, Jonas Hector und … weiß nicht … vielleicht gibt’s ja noch ein überraschend gut einschlagendes Talent und vielleicht gelingt den Verantwortlichen die Verpflichtung von zwei oder drei richtig guten Typen, die im Moment keiner auf der Rechnung hat.
 
copyright Text und Fotos:
Max Günter Jagodzinska
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