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Samstag, 7. März 2015

1. FC KÖLN - FÜNF-PUNKTE-POLSTER IM VISIER


Trainer Peter Stöger im Bild-Interview: Es ist legitim, einen Sieg einzufordern. Ob das gerechtfertigt ist, weiß ich nicht … – was haben wir davon , am 24. Spieltag als Tabellen-13. plötzlich Endspiele auszurufen?“. Gegenfrage, lieber Peter: „ Was haben wir denn nun von dieser Aussage, ich kann damit wenig anfangen?“ Vor allem beim ersten Teil habe ich große Verständnisschwierigkeiten. Im Duden finde ich als Synonyme für „legitim“ unter anderem die Begriffe rechtmäßig, zulässig, vertretbar. Sinngemäß bedeuten legitim und gerechtfertigt im Grunde genommen das Gleiche. Merkwürdiges statement, aber lassen wir das, es bringt nichts, das weiter zu hinterfragen. Genauso wie es nebenbei bemerkt nichts bringen würde, den Trainer jetzt zu hinterfragen bzw. in Frage zu stellen, wie es eifrige Verkünder des ihrer Meinung nach bereits feststehenden Abstiegs seit einigen Wochen tun.

Na, habe ich mit da nicht eine schöne Einleitung einfallen lassen, um auf diverse verklausulierte „Stöger-raus-Schreier“ in diversen FB-Gruppen aufmerksam zu machen. Zu diesen – nicht nur beim 1. FC Köln – spätestens am zweiten Spieltag der Rückrunde auf den Plan tretenden Weltuntergangs-Propheten... neee, das ist übertrieben, ich sag' mal besser Zweitliga-Düsternis-Ankündigungs-Propheten..., also, zu diesen passt wunderbar eine kleine Begebenheit nach dem Unentschieden unserer Mitbewerber um den Klassenerhalt VfB Stuttgart und Hertha BSC. Der TV-Interviewer nervt Huub Stevens nach dem Freitagsspiel ohne Ende mit der Frage zur Trainerposition in Stuttgart, bis er dann endlich aufhört und „Alles Gute“ wünscht. Antwort Stevens: „Von mir nicht.“ Klasse Antwort!

Stöger-Gefühl steht auf Sieg

Deutlich wichtiger – fast hätte ich geschrieben dramatisch wichtiger – ist, was am Sonntag auf dem Platz passiert. Also wenn da der Alexander Meyer in der ersten Viertelstunde zwei Kopfbälle nach Standards im Kölner Tor versenkt, dann kriege ich mehr als nur eine Krise.

Ach was, ich verlasse mich ganz einfach auf das Gefühl. Nein, nicht auf meins, das ist eh immer auf Sieg vorprogrammiert und kann deshalb nicht in die Wertung kommen. Ich verlasse mich auf das Gefühl von unserem Trainer, der als Coverboy auf dem GB-Echo einen echt kessen Blick über die Schulter wirft. Im Interview mit dem Titel „Trainer sind Grenzgänger“ hat er jedenfalls genau diesen Satz gesagt: „Es wird irgendwann der Knoten platzen, und ich habe das Gefühl, dass es gegen Frankfurt so weit sein wird.“

Zumindest die anderen „Absteiger“ haben wieder alles dafür getan, dass der Abstand zu Platz 16 vergrößert werden kann. Jungs, nutzt endlich mal diese Chance, damit die Punkteausbeute weiterhin okay bleibt – das ist sie im Moment jedenfalls noch. Wer jetzt, speziell nach dem Versagen in Freiburg, nicht ans Limit geht und sich für den FC und die Fans oder auch umgekehrt den Arsch aufreißt, dem kann wohl keiner mehr helfen.

Fortsetzung folgt nach dem Spiel ...
Max Günter Jagodzinska
mail: 1951er@jago1.de
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