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Mittwoch, 4. März 2015

TSCHÖÖÖ DFB-POKAL – FC KÖLN FÄHRT NICHT NACH BERLIN


Im Pokal lässt sich noch echt was verdienen, fette Prämien winken. Aber muss nicht sein, wir haben ja eh genug. Die Fans? Ach so, die gibt’s ja auch noch, fast vergessen. Für die wäre der Einzug in die nächste Runde echt geil. Unter die letzten acht Mannschaften zu kommen wäre nach den ganzen Enttäuschungen der letzten Wochen endlich mal ein Grund zu feiern. Kannste abhaken, schön geträumt und wieder mal knallhart in der Realität aufgewacht. Okay, ich will jetzt nicht die ganze Mannschaft in einer Einzelkritik sezieren, das wird der Express schon erledigen. Aber wenn man sich derart dämlich aus dem Wettbewerb verabschiedet, dann muss man auch Kritik von Fanseite einstecken können. Die äußert sich spontan direkt nach einem Abpfiff extrem emotional und ungefiltert – das muss man einfach aushalten, bis zu einer gewissen Grenze jedenfalls.

Wenige Minuten nach dem Abpfiff habe ich mich aus den Diskussionen in diversen FC Facebook-Fan-Gruppen ausgeklinkt. Das war reiner Selbstschutz, damit ich mich am nächsten Morgen nicht wieder für einige Kommentare entschuldigen muss, man kennt sich ja inzwischen selbst ganz gut. Nicht, dass die Ansagen nicht gestimmt hätten, es wäre lediglich die Wortwahl gewesen, die für Grummeln in der Bauchgegend gesorgt hätte.


Das Spiel

Was war passiert? Kurzform: Eigentor Ujah – was war das denn? Gut, da geht noch was, jede Menge Zeit, um …. Oh nein, sorry, aber Timo Horn hat keinen Welpenschutz mehr, warum macht der es nicht, wie der Bürki ihm nachher einige Mal ganz souverän zeigt? Konsequent durchziehen im Strafraum, ich dachte, das hätte sich gebessert in der letzten Zeit. Denkste. Kevin Vogt – Spontankommentar ********* *********, und das war noch zärtlich ausgedrückt. Erneut ein Alibi-Auftritt ohne jegliches Interesse mit der positiven Erkenntnis, dass zumindest kein anderer Spieler schlechter war.

Darf man von einem Profifußballer erwarten, sich ab und zu einmal in die Lage der normalen Fans zu versetzen? Der Fans, die schon Stunden vorher nervös dem Anpfiff entegen fiebern und sich auf einen echten Pokalfight freuen. Scheinbar nicht, denn sonst würde eine solche erste Halbzeit nicht möglich sein, von der nachher Marcel Risse oder Kevin Wimmer im Interview sagten, dass sie „echt schlecht“ gewesen sei. Bedenklich ist, dass keiner eine Erklärung dafür hatte, wieso die Körpersprache, die Einsatzbereitschaft und so einiges mehr so daneben waren.

Voll reinhauen

Und nun? Einfach nur abhaken, Mund abputzen und nach vorne schauen fällt verdammt schwer nach so einer Niederlage. Aber die aus der Enttäuschung geborene Frustration darf nicht in Verweigerung ausarten. Wenn das passieren würde, wäre ich kein Fan mehr. Es geht um den 1. FC Köln, meinen Verein, dem ich seit 1963 treu bin, sage ich mir selbst. Und so sauge ich die Worte von Kevin Wimmer auf, der für Sonntag gegen die Frankfurter Eintracht verspricht, dass die Mannschaft sich „voll reinhauen“ will: „Wir werden alles versuchen, dass wir die drei Punkte, dass die in Köln bleiben, weil wir die dringend brauchen.“ Warum drängelt da nur im Hinterkopf ganz leise, aber um so penetranter eine kleine fiese Stimme, die immer wieder wiederholt, was Peter Stöger zur ersten Halbzeit in Freiburg gesagt hat? „Wenn wir uns so präsentieren, werden wir nimmer so viele Punkte machen. Das ist zu wenig.“ Ja, dann mach doch was dagegen, dann brauchst du uns hinterher nimmer zu erzählen, wie bitter das war.
 
 
Max Günter Jagodzinska
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