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Sonntag, 7. August 2016

SV Rödingen-Höllen holt sich den Cup





Müntz. Kurz vor Beginn des Spielbetriebs in den Kreisligen ist der Titzer "Schlafcenter Haberl" Gemeindepokal für die teilnehmenden Vereine eine willkommene Standortbestimmung, auch wenn noch nicht bei allen der komplette Kader zur Verfügung steht. Veranstalter war in diesem Jahr der SV Malefinkbach, der erstmals als Spielgemeinschaft mit Kofferen antrat. Zu den im KO-Modus auszuspielenden Halbfinals waren die Begegnungen SV Malefinkbach gegen Schwarz-Weiß Titz und SV Rödingen-Höllen gegen die Spvgg Jackerath/Opherten ausgelost worden. Gleich im Auftaktspiel zeigte der Sieger der beiden Vorjahre SW Titz, dass man unbedingt das Triple schaffen wollte und ließ dem Gastgeber keine Chance. Bereits zur Halbzeit hatte man mit fünf Toren für klare Verhältnisse gesorgt, am Ende stand es 12:0. Im zweiten Vorrundenspiel tasteten die Gegner sich zunächst ab, in der zweiten Halbzeit jedoch ging es tortechnisch zur Sache. Die Rothosen vom Hundsbüchel setzten sich letztlich doch deutlicher als erwartet und verdient mit 4:1 durch. Auch beim Spiel um Platz drei erwies sich der SV Malefinkbach als großzügiger Gastgeber. Gegen die favorisierte Spvgg Jackerath/Opherten erzielte man das umjubelte einzige Tor des Wettbewerbs, musste sich aber mit 1:7 geschlagen geben. „Wir haben ein rassiges Spiel gesehen“, zeigte sich Bürgermeister Jürgen Frantzen nach dem Abpfiff sehr angetan vom Finale zwischen dem SV Rödingen-Höllen und Schwarz-Weiß Titz. Schon in der vierten Minute wurde deutlich, dass die Abwehr bei den Schwarz-Weißen die Achillesferse war, das verletzungsbedingte Fehlen von drei Stammspielern aus dem Abwehrverbund konnte nicht kompensiert werden. So reichte ein langer Abschlag des Rödinger Goalies zum vorne postierten Mitspieler, der seinen Gegner problemlos überlief und zum 1:0 ins lange Eck einnetzte. Nach dem frühen Tor entwickelte sich die Partie sehr ausgeglichen, weitere Treffer wollten jedoch trotz jeweils zwei sehr guter Chancen auf beiden Seiten nicht fallen. Nach dem Wiederanpfiff schien die Partie zugunsten der Titzer zu kippen, die mächtig auf den Ausgleich drückten. Es fehlte jedoch der Abschluss, der Ball wurde oft zu lange gehalten. Und wenn einmal ein Angriff gefährlich zu werden drohte, war die Rödinger Abwehr zur Stelle, die einen sehr sicheren Eindruck machte. Mitten in die Titzer Druckphase fiel das vorentscheidende 2:0 für die Rothosen. Als ein Titzer Verteidiger den Ball leichtfertig vertändelte, ließ der Rödinger Stürmer dem Torwart mit einem fantastischen Heber keine Chance. Mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 3:0, der nicht ganz unhaltbar schien, machte Rödingen-Höllen den Pokalsieg perfekt. In der vorletzten Minute erzielten die Schwarz-Weißen den verdienten Ehrentreffer. Bevor Ulrich Goebbels zur Siegerehrung schritt, dankte er dem sehr umsichtig pfeifenden Schiedsrichter Jens Engert aus Ederen für seinen vorbildlichen Einsatz. Da der zweite angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen war, pfiff Engert sämtliche Partien. Im Gegensatz zu manchen Spielern, die fast jede Entscheidung gegen ihre Mannschaft mit wedelnden Armen kritisierten und mit ihren „Schiri, Schiri Meckereien“ einfach nur nervten, zeigte der Unparteiische eine tadellose Leistung. Auch die Müntzer „Schmiedewirtin“ Gerti Mahr bekam das verdiente Lob und den Dank für ihren mehrtägigen Einsatz an der Frittenbude. Ohne das großzügige Sponsoring von Michael Haberl wäre das Turnier in dieser Form nicht möglich, dafür galt ihm der Dank aller vier Vereine und der Gemeinde. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf“, sagte Ulrich Goebbels vom SV Malefinkbach, der neben dem Gemeindepokal am Freitag ein „Flutlicht-Dorftunier“ und am Samstag ein Alte-Herren-Turnier mit acht Teams veranstaltet hat. Dass von den drei B-Ligisten der Gemeinde eine Mannschaft bald in die Kreisliga A aufsteigen möge, wünschte sich Bürgermeister Jürgen Frantzen bei der Siegerehrung. Dieses Ziel werden Schwarz-Weiß Titz, der SV Rödingen-Höllen und die Spvgg Jackerath/Opherten ganz sicher anvisieren, die Chancen stehen jedenfalls nicht schlecht. (jago)
 
 
Unter dem Link
https://www.picdrop.de/maxjago/AZAN%20Redaktion/MU_160731_Gemeindepokal
findet ihr eine Galerie mit 35 weiteren Fotos. Viel Spaß beim Anschauen :-)
Max Günter Jagodzinska
mail: 1951er@jago1.de
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Freitag, 8. Juli 2016

Galerie "Alte Weberei" zeigt Martina Kissenbeck, Michael Vogt und Herbert Koller


Rödingen. Bei Ausstellungen in der Galerie Alte Weberei in Rödingen ist es Usus, dass zur Eröffnung keine Vernissagen arrangiert, sondern ganz einfach die Pforten geöffnet werden. Sicher mag das gesellschaftliche Ereignis mit Laudatio und Sektempfang seine Reize haben, in der Alten Weberei jedoch sprechen vom ersten Moment an die Kunstwerke für sich – und das ist gut so.


 In der aktuellen Gemeinschaftsausstellung zeigt Galeristin Brigitte Habig eine Kombination dreier sehr unterschiedlicher Ausdrucksweisen. Die Bilder und die Installation von Martina Kissenbeck, die Gemälde von Michael Vogt (links) und die Objekte von Herbert Koller (rechts) verlangen und verdienen jeweils eine gesonderte Betrachtung.




Die Dame im Kreativ-Trio, Martina Kissenbeck, hat aus einer Reihe figurativer Darstellungen die abstrakte Serie „Die Ungewissheit der Farbe“ entwickelt. Sie möchte, dass sich der Betrachter mit ihren Werken beschäftigt, in eine Konversation eintritt. Nur wenn man dazu bereit ist, findet man Zugang zu dem, was die Malerin beschäftigt. Das Bild aus der Distanz in seiner Gesamtheit aufnehmen, dann näher herangehen, der Struktur nachspüren und erneut auf Distanz gehen. Mit dieser Annäherung an das Werk wird die Abstraktion erfassbar. Doch sie bleibt schwierig, bei der Mehrzahl der gefragten Betrachter überwiegt ein Gefühl der Ratlosigkeit. Neben ihren großformatigen Bildern zeigt Martina Kissenbeck die Installation „Fünf Frauen im Kreis“, eine Hommage an die Weiblichkeit.




Michael Vogt bewegt sich mit seinen Bildern mit wechselnder Annäherung in einem Bereich zwischen Realismus und abstrakter Malerei. Wenn er sagt „Ich habe das so gesehen“, dann kann man das akzeptieren – man muss lediglich die Augen schließen und sich in diese Landschaft hineinträumen. Die Konturen in seinen mit überwiegend warmen Farben gemalten Landschaften scheinen im weichen Licht kurz vor der Auflösung zu stehen. So wie sie einem an einem warmen Sommertag im angenehm schläfrigen Zustand bei einem Urlaub in der Toscana vorschweben könnten. Passend dazu kokettiert Vogt damit, dass er zur seltenen Spezies der „plein-air“-Maler zählt.



Würfel zur Mode
Thema: Mode / Die Schönheit von Tieren.
Gestaltung von Bildern aus Modezeitschriften, gestreckt und matter gemacht; wie durch ein Kaleidoskop gesehen. Innen ergänzt durch Vögel aus verschiedenen Kulturen. 

Würfel zum Blick auf die Blumen
Thema: Gyration (Drehung im Kreis),
 Muster mit zwei Drehpunkten.
Betritt man die Weberei-Scheune, findet man sich unversehens in einer spektakulären, in sich geschlossenen und dennoch offenen Welt wieder. Herbert Koller präsentiert mehrere Würfel, die sich auf den Quantenkosmos und die Phänomene des alltägliche Lebens beziehen. Jeder einzelne ausgestellte Würfel ist in seiner perfekten Symmetrie trotz der als groß empfundenen Ausmaße ein winziger Bestandteil des Kosmos. Als solches greift er jeweils ein Thema auf und gibt, da er oben offen bleibt, den Einblick frei in die innere inhaltliche Ebene. Die Darstellungen auf den Außenflächen wiederum führen in die äußere transzendierende Dimension. Dem Kunstfreund bietet sich so die Gelegenheit, in eine gedankliche Reflexion einzutreten, wobei es lediglich eine Frage der Zeit ist, wie tief man in die einzelnen Facetten von Kollers Kosmos eintauchen möchte. Es lohnt sich, besonders in Verbindung mit einem Gespräch mit dem Künstler. (jago)

Max Günter Jagodzinska
mail: 1951er@jago1.de
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Donnerstag, 30. Juni 2016

Archäologie im Schatten der Braunkohlebagger

Tag der Archäologie - 02. Juli 2016 - Titz Höllen
 
Jupiterstatue mit Ganymed, gefunden im Römerbrunnen
 
Höllen. Gefunden, dokumentiert, zerstört. So könnte die letzte Station im Daseinsrhythmus einer hochmittelalterlichen Siedlung (13./14. Jahrhundert) beschrieben werden, die die Archäologen der LVR Stiftung „Archäologie im Rheinischen Braunkohlerevier“ im Indener Tagebau entdeckt haben. Markantestes Objekt darin ist ein aus Steinen von einem Meter Stärke errichteter massiver Wehrturm mit den Außenmaßen sieben mal sieben Meter. Die letzte Chance, diese geschichtlich hochinteressante Siedlung zu besichtigen, bevor sie in Kürze von den Baggern aus dem Weg geräumt wird, besteht am kommenden Samstag. Als eine Hauptattraktion bietet der LVR Rheinland an seinem Tag der Archäologie Busfahrten zur Ausgrabungsstelle und zu einer etwa 200 Meter entfernt liegenden weiteren an. Dort versucht ein Team von der Uni Bonn bei der einstigen Kapelle Vilvenich zu ergründen, inwieweit der romanische Bau auf älteren Anlagen, vielleicht sogar auf einer Holzkirche der Karolingerzeit (9. Jahrhundert), errichtet wurde. Zweite Säule des Archäologietags sind das bewährte Rahmenprogramm und diverse Präsentationen auf dem Gelände der Außenstelle Titz des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege in Titz-Höllen. Dort wird ein römischer Steinbrunnen mit einer erhaltenen Höhe von sechs Metern ab Podest in einem Viertelkreis wieder aufgebaut. Eine Jupitersäule, besonders selten durch die Darstellung des angelehnten Hirtenknaben Ganymed, lässt durch ihre Beschädigungen auf die barbarische Zerstörung religiöser Symbole schließen.
 
 
 Ganz besonders gespannt sein darf man auf die Öffnung einer 2800 Jahre alten Urne durch Restauratorin Stella Oppl. Neben Leichenbrand könnten eventuell spektakuläre Beigaben freigelegt werden. (jago)
 
Max Günter Jagodzinska
mail: 1951er@jago1.de
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Montag, 23. Mai 2016

Benefiz-Kunsttrödel in der „Alten Weberei“ Rödingen


Hin und wieder bekommt man irgendwoher einen Hinweis auf eine Veranstaltung und denkt spontan: Hey, das ist bestimmt total interessant … Und wenn es dann auch noch für eine gute Sache ist, dann lohnt es sich, darauf aufmerksam zu machen … was ich hiermit mache :-)


BRIGITTE HABIG lädt ein



Die Galerie Alte Weberei Rödingen lädt ein zur 3. Wohltätigkeitsveranstaltung „Kunst aus zweiter Hand“, die am 28. Mai um 14 Uhr eröffnet wird. Nach dem ersten Benefiz für Frauen helfen Frauen e.V. Jülich im Jahr 2008 und dem 2. im Jahr 2011 haben KunstsammlerInnen der Galerie weiterhin Bilder gebracht. Sie hatten sie vor Jahren einmal gekauft und lange Zeit mit ihnen gelebt, können sie aber jetzt aus sehr unterschiedlichen Gründen nicht mehr brauchen. Auch Künstlerinnen und Künstler und eine Galerie haben mit Spenden das Projekt unterstützt. Alle freuen sich über den Plan, neue Wände für ihre Bilder zu finden. Ungefähr 400 Bilder, vom Ölgemälde im Goldrahmen über Aquarelle, Radierungen, Lithographien und Siebdrucken bis zum Kunstdruckposter, hängen nun an den Wänden der Galerie und ungezählte Bilder stapeln sich in Kisten und warten auf ein Comeback bei neuen BesitzerInnen. Viele stammen von bekannten Künstlerinnen und Künstlern der letzten sechs Jahrzehnte.

Zu den diesjährigen „highlights“ gehören u.a. einige farbige Zeichnungen von Anatol, kleine Unikate von William Brauhauser, Siebdrucke des surrealistischen Malers Gerigk und die „Pappkameraden“ und die „Wundertüten“ der Helme Prinzen, die wohl bei jedem Betrachter positive Assoziationen auslösen werden.

Presseberichte über Leben und Werk der Malerinnen und Maler liegen in Mappen gesammelt aus, allerdings nur dann, wenn die Signatur zu entziffern war. Bei unleserlichen Signaturen ist der Forschergeist der Besucher und Besucherinnen gefragt, um die Identität der Künstler herauszufinden und vielleicht eine großartige Entdeckung zu machen.

Einige Objekte afrikanischer Kunst, Spenden einer Afrika-Galeristin, einige Skulpturen und viele Bilderrahmen ergänzen die Bilderausstellung. Bis auf sehr wenige Ausnahmen kosten die Kunstwerke zwischen 1,- und 70,- Euro, Preis immer verhandelbar.

Besucherinnen und Besucher erhalten wieder Gelegenheit, für wenig Geld Kunstwerke zu erwerben und mit ihnen ihren Alltag zu verschönen.



 
Der Erlös der Veranstaltung kommt in voller Höhe dem Verein Frauen helfen Frauen e. V. Jülich zugute, der damit seine Beratungsstelle für Frauen und Mädchen unterstützen wird.

Die Ausstellung ist geöffnet am 28. und 29. Mai und am 4. und 5. Juni von 14 Uhr bis 19 Uhr.
 
Hier gibt es eine kleine Auswahl aus dem riesigen Angebot zu bewundern:
https://www.picdrop.de/maxjago/Kunsttroedel%202016 
 
Max Günter Jagodzinska
mail: 1951er@jago1.de
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Mittwoch, 19. August 2015

GÜSTEN OPEN 2015

FOTOGALERIE -> https://www.picdrop.de/maxjago/G%C3%BCsten+Open+2015
 
Je näher es auf den Monat August zugeht, desto elektrisierender wirken die beiden Worte „Güsten“ und „Open“ auf Tennisfans in der näheren und weiteren Umgebung. Ganz besonders angesprochen fühlen sich Spieler , die bevorzugt im Doppel antreten, um sich dem sportlichen Wettkampf um die begehrte Trophäe, die „Güsten Open Silver Bowl“ zu stellen.
 


 
Bei der 17. Auflage des Herren 40 Doppel Turniers gab es so viele Meldungen, dass den vier Gruppen erstmals jeweils sechs Paare zugelost wurden. Um den Traum vom Sieg offen zu halten, musste man sich in seiner Gruppe als Spitzenreiter durchsetzen, da nur je eine Mannschaft den Einzug unter die Top Four schaffte. Auf der bestens präparierten Anlage des TV Grün-Weiß Welldorf-Güsten wurde den Zuschauern teilweise bereits in der Vorrunde hochklassiger Sport geboten. Mal gewann der Spaßfaktor überhand, dann gab es wieder Ballwechsel, wie sie nur bei den Güsten Open zu beobachten sind. Die Mischung aus Sport und Unterhaltung passte, so dass sich nach und nach die unnachahmliche Güsten-Open-Atmosphäre breit machte. Der Vorsitzende des Gastgebers TV Grün-Weiß Welldorf-Güsten, Dr. Oliver Kremer, verriet im Gespräch, dass noch weitere Doppel gerne mitgespielt hätten, aber mit 60 Vorrundenspielen sind die Kapazitäten für ein Turnier komplett ausgereizt. „Ohne eine akribische Vorbereitung und das fantastische Engagement unserer vielen Helfer wäre eine solche Veranstaltung auf keinen Fall zu stemmen“, hob Kremer den Einsatz seiner Mitstreiter hervor, die im Hintergrund ihren Job mit viel Herzblut für den Verein erledigten. Neben dem Organisatorischen müssen freilich auch die finanziellen Belange geregelt sein. Hier galt der Dank des Vorsitzenden dem Ehrenschirmherrn Uwe Willner, den Sponsoren Sparkasse Düren, die durch den tennisbegeisterten Schirmherrn Jakob Braun vertreten war, Stadtwerke Jülich GmbH, Omnifol Kraus GmbH, Intersport Mulack Jülich, Autohaus Schümann GmbH, Plantikow Eventcatering GmbH, indeland GmbH, Obsthof Bellartz und EP: Krieger GmbH für ihre großzügige Unterstützung.
 
 
Zu den Halbfinalspielen traten auf Platz 1 das „Team Markus“ und „Halle 80 an“, wobei letztere als Gruppenzweiter für das „Team Malteser“ einspringen durften, bei dem ein Mitspieler wegen eines im letzten Spiel der Vorrunde erlittenen Muskelfaserrisses im Oberschenkel nicht mehr antreten konnte. Auf Platz 2 kämpften Blau-Rot Jülich, ein gemischtes Blau-Weiß / Rot-Weiß Jülich Doppel und Langerwehe um den Einzug ins prestigeträchtige Finale. Bei den auf 30 Minuten limitierten Matches mussten die Aktiven vom ersten Aufschlag an hellwach sein, der Verlust eines einzigen Aufschlagspiels konnte bereits das Aus bedeuten. Mit 5:0 Spielen ließ das „Team Markus“ „Halle 80“ keine Chance, enger war es in Halbfinale zwei, in dem „Blau-Rot Jülich“ die Finalträume der Cracks aus Langerwehe mit 6:3 zunichte machte. Damit bot sich Markus Strüver und Markus Volm die seltene Gelegenheit, ihren Vorjahressieg zu wiederholen. In der langen Geschichte der Güsten Open ist dies bisher nur einem Doppel gelungen, und zwar dem jetzigen Endspielgegner Knut Gollnow und Wolfgang Müller. Wer gedacht hat, dass den im Finale stehenden Teams nach sechs erfolgreich gespielten Partien die Kraft ausgehen würde, sah sich getäuscht. Das Endspiel blieb in jeder Phase spannend und ausgeglichen, immer wieder rissen heiß umkämpfte attraktive Ballwechsel die Zuschauer zu Beifallsstürmen hin. Beim Stand von 6:6 gelang Team Markus ein Break und hatte somit bei 7:6 und eigenem Aufschlag eine optimale Ausgangslage, das Turnier für sich zu entscheiden – Markus Volm und Markus Strüver ließen sich diese Chance nicht entgehen und visieren bereits jetzt das Triple für kommendes Jahr an.
 
 
 
 Eine weitere beliebte Besonderheit bei den Güsten Open ist die Wahl zum „ Spieler mit dem besten Stil“. Neben dem Wanderpokal wurde diesem von Dr. Oliver Kremer ein von Intersport Mulack Jülich gestifteter hochwertiger Tennisschläger als Sonderpreis überreicht. Champions Dinner und ein beeindruckendes Höhenfeuerwerk machten den rundum gelungenen Tag mit der Players Party bis in die späten Abendstunden zu einem perfekten Erlebnis für alle Beteiligten.
 
 
 

 
Max Günter Jagodzinska
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Montag, 27. Juli 2015

Gemeindepokal Titz

Vorbemerkung: Eigentlich wollte ich ja auch das Spiel um Platz drei sehen und Fotos machen. Bin also pünktlich zum angegebenen Termin zum Sportplatz und ... da lief schon die erste Halbzeit des Endspiels. Wäre schön gewesen, wenn man über die Terminänderungen informiert worden wäre, aber es sei verziehen, da die Jungs vom SV Rödingen-Höllen sicher genug mit der wetterbedingten Umstellung der ganzen Organisation zu tun hatten.

Und nun der Bericht zur Veranstaltung, die ich mal "Gemeindepokal Titz im Schlafcenter Haberl Cup" getauft habe :-)



Rödingen. „Die Gesundheit von Spielern und Zuschauern geht vor“, sagten die Verantwortlichen des SV Rödingen-Höllen und entschieden, die für den Samstag geplanten Spiele zum „Titzer Gemeindepokal im Schlafcenter Haberl Cup“ wegen der unsicheren Wetterlage auf den Sonntag zu verschieben. So wurde der Spielmodus erstmals auf einen Tag mit vier Lokalderbys zu jeweils zwei mal 30 Minuten zusammengefasst. Eine Lösung, die nach Meinung der beteiligten Vereine auch für die Zukunft des Gemeindepokals eine durchaus überlegenswerte Option sein könnte.
 
Bereits in der ersten Partie des Tages ließen die Schwarz-Weißen aus Titz erkennen, dass sie nicht gewillt waren, den in den beiden Vorjahren erkämpften Pokal abzugeben, mit 7:0 ließen sie dem einzigen C-Kreisligisten im Bewerber-Quartett nicht den Anflug einer Chance. Die mit Abstand spannendste Begegnung entwickelte sich zwischen den leicht favorisierten Gastgebern des SV Rödingen-Höllen und Aufsteiger Spvgg Jackerath/Opherten. Nach ausgeglichenem Spielverlauf wähnten die Vereinigten sich zwei Minuten vor dem Abpfiff bei einer 2:1-Führung bereits im Finale. Doch die Rothosen setzten noch einmal alles auf eine Karte und erzielten mit einem Last-Minute-Treffer den zwar glücklichen aber verdienten Ausgleich. Im Elfmeterschießen zeigte sich Jackerath/Opherten kaltschnäuziger und machte den Einzug ins Finale klar. Das Spiel um Platz drei entschieden die Gastgeber mit einem deutlichen 11:0 für sich.
 
Kann die Spvgg Jackerath/Opherten sich für die Endspielniederlage des Vorjahres im heimischen Stadion gegen SW Titz revanchieren, spekulierten die Zuschauer beim Anpfiff des Finales durch den insgesamt umsichtig und sicher pfeifenden Schiedsrichter Tobias Mielke. Die Titzer zeigten sich erneut feldüberlegen, hatten mehr Ballbesitz und einen geordneteren Spielaufbau als die mehr auf Konter lauernde Spvgg Jackerath/Opherten. Was fehlte, waren klar heraus gespielte Torchancen, die beste vergaben kurz vor dem Halbzeitpfiff die Blau-Schwarzen. Nach Wiederanpfiff erhöhte Titz den Druck, der Führungstreffer war nur eine Frage der Zeit, in der 40. Minute war es dann soweit, der Ball zappelte unhaltbar im Netz. Die Chance zum Ausgleich wurde nach einem Eckball knapp verpasst und fast postwendend machte Titz in der 46. Minute ebenfalls nach einem Eckball den Sack mit dem Treffer zum 2:0 zu. Die Titzer taten nun nur noch das Nötigste, der Gegner hatte nicht die Mittel, das Spiel noch einmal zu drehen. Ob der von der Unterkante der Querlatte apbrallende Ball tatsächlich hinter der Linie gewesen ist, war zwar fraglich, aber Schiri Mielke gab in der 52 Minute das 3:0. Die Entscheidung wurde ohne Proteste akzeptiert, eine eindeutige Entscheidung wäre sowieso nur mit „Hawk-Eye Technologie“ möglich gewesen. Vielleicht lässt Sponsor Haberl ja mit sich reden? Als echter Fußballfan mit dem Herzen für Alemannia Aachen trotzte Bürgermeister Jürgen Frantzen dem immer stärker werdenden Regen und hielt unbeirrt seine Dankesansprache an die Jungs vom veranstaltenden SV Rödingen-Höllen und Sponsor Michael Haberl. SV-Vorsitzender Bernd Ochsenfort zeigte sich trotz der widrigen Umstände letztendlich zufrieden und sprach allen Mannschaften ein großes Lob dafür aus, dass sie sportlich fair die nicht einfachen und selbst am Spieltag noch notwendigen Umorganisationen mitgetragen haben. (jago)
 
Natürlich gibt's auch eine kleine Fotoauswahl zum Finale. Gratulation an den Titelverteidiger SW Titz.
Und immer schön dran denken: Der Schutz des Urheberrechts hat schon seinen Sinn, auch Fotografen können ihre Arbeirt nicht ständig verschenken. Also bitte fair bleiben und keine Bilder klauen ;-) Danke!
























Max Günter Jagodzinska
mail: 1951er@jago1.de
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Sonntag, 24. Mai 2015

FC KÖLN RETTET DIE HEIMSERIE


Der FC ist auf Platz 12, hat nichts mit Abstieg oder Europa League zu tun, die Wolfsburger haben die Champions League Teilnahme in der Tasche, also ein Spiel, in dem es um nichts geht. Wie bitte? Vor allen Dingen geht es um nichts mehr. Ich denke, dass es jedem Fan so geht wie mir: Ich kann Niederlagen nicht ab und schlechte Spiele vermiesen mir die Laune, egal ob mitten in der Saison, oder am letzten Spieltag. Sieg oder Niederlage hinterlassen Spuren, fragt mal die Leute, die mich nach dem Abpfiff ertragen dürfen oder müssen. Fußballfans ticken anders, egal für welche Farben ihr Herz schlägt.

Was geht denn da ab? Die legen los, als ob es um die Deutsche Meisterschaft ginge. Ich bin gerade mal fertig mit dem Hymne-Singen und da zaubert der FC schon einen prima Spielzug auf den Rasen und die Chancenauswertung ist nach drei Minuten 100 %. Geiles Tor, geile Stimmung, so kann's weiter gehen. Yannick Gerhardt für Kevin Vogt in der Startaufstellung, hat Stöger gut gemacht. Der Junge sorgt für Druck aus dem Mittelfeld, sucht immer wieder den Weg nach vorne. Das halten wir schon mal fest für die neue Saison.


Was für ein Start - Yuya Osako macht das 1:0


Hmm, ja so schnell geht das mit dem Wegschenken des Vorsprungs. Mal wieder nach einer Ecke ein Tor kassiert, das wievielte ist das eigentlich? Da muss sich was tun, gibt’s nicht irgendwo einen Standardsituationen-Trainer? Und dann passiert kurz danach dem armen Dominic Maroh dieser blöde Fehlpass. Ich finde das irgendwie ganz schön unsportlich, dass die Wolfsburger das direkt zu einem Tor ausnutzen. Hinter mir sitzen zwei Typen, etwas älter, jeder einen Bierbecher in der Hand und einen zweiten und dritten auf dem Boden in Reserve. Jedem das Seine, ich spreche das auch nur an, weil die bei jeder Aktion, die über die rechte Seite läuft, über unseren Kapitän zu zetern anfangen: „Klar, Brecko, Ball weg“ oder „Der hat nix in der Bundesliga verloren“ oder „Boh, Brecko, du kannst es nicht“. War der wirklich so schlecht? Ich weiß nicht, war wohl nicht sein bestes Spiel, aber die eigenen Leute während des Spiels niederzumachen, geht überhaupt nicht.


Heimserie gerettet   

Ich stehe hier mitten zwischen fremden Leuten, die ganz plötzlich schreiend aufgesprungen sind, sich in die Arme fallen, mich freudestrahlend anspringen und das Trömmelche-Lied grölen. Ist wohl klar, dass ich genau dasselbe mache. Natürlich springe ich nicht mich selbst an, sondern jeden, der sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen kann. Aber die wollen gar nicht in Sicherheit kommen, die machen alle mit, was für eine geniale Stimmung. Es steht 2:2, ganz sicher verdient. Nicht ganz sicher bin ich, ob Slavo Peszko das Tor gemacht hat oder ob doch eher der Knoche den Ball ins eigene Tor bugsiert hat. Egal, als Kölner sage ich: Peszko war's.

In der Rückrunde zu Hause ungeschlagen. Heimstärke, das war der Schlüssel zum Klassenerhalt, Punkt um Punkt, bis es 40 waren. Es gibt ja nicht wenige, die immer geschimpft haben, wenn der FC mal wieder 0:0 gespielt hat, aber insgesamt 13 Unentschieden sind 13 Punkte, die dazu beigetragen haben, dass das Ziel mehr als erreicht worden ist.

Ach Marcel Risse, warum spielst du nicht immer so stark auf wie heute? Aggressives Vorpressing, immer hellwach und drauf auf den ballführenden, dazu Spielübersicht und tolle Pässe, ich bin begeistert. Wenn man noch jemanden besonders erwähnen soll, dann auf jeden Fall Matze Lehmann, auch eine ganz ganz starke Vorstellung heute. Soll ich's erwähnen? Ach ja, eigentlich wollte ich ihn in Ruhe lassen, aber die Leistung von Ujah schreit geradezu danach: Er war in seinen 46 Minuten Spielzeit ein Fremdkörper. Damit wir uns nicht falsch verstehen, diese Wertung hat nichts mit seinem Wechsel zu tun, in seinem letzten Spiel für den FC hat er einfach eine unglückliche Figur gemacht.

Tschööö ...
Tschööö Kevin Wimmer, tschöö Anthony Ujah, tschööö Adam Matuschyk, tschööö Thomas Bröker, tschö Deyverson, tschööö … nee, auf Wiedersehen Herr Gagelmann, lustig dass der auch noch vom FC verabschiedet worden ist. Ich glaube fast, dass der die Pfiffe als Kompliment empfunden hat, ganz im Gegnsatz zu Ujah. Die Verabschiedung von Kevin Wimmer war übrigens beispielhaft, so geht man mit einem verdienten Spieler um, der viel für den FC geleistet hat. Mit ein wenig Abstand sollte jeder einsehen, dass Anthony Ujah mit seinem Vereinswechsel im Prinzip nichts anderes gemacht hat als Wimmer, nur anders hat er's gemacht, das ist das „Problem“, weshalb der Abschied dann auch so zwiespältig zum Ausdruck gekommen ist.

So, nun hat die Zeit der Spekulationen begonnen – wer kütt noh Kölle. Ach das wird schön, wer da alles gehandelt wird. Fußball macht richtig Spaß!
 
Max Günter Jagodzinska
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