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Dienstag, 13. September 2011

Burg Engelsdorf - Attraktives Ziel am "Tag des offenen Denkmals"

Seit 2008 habe ich die Gelegenheit, die einzelnen Etappen der umfangreichen Renovierungsmaßnahmen an der ehemaligen Wasserburg Engelsdorf zu beobachten.
Am Sonntag (11.09.), dem Tag des offenen Denkmals, öffneten sich erneut die Tore für die Besucher.

JUAN FERNANDEZ und Zimmerman BJÖRN MOHN.



Die Bezeichnung Baudenkmal mag als technologisch korrekter Begriff für die mittelalterliche Burg zutreffen, der wirkliche Wert wird damit aber nur unzureichend beschrieben. Dieser offenbart sich bei näherer Betrachtung, wird bei einem gedanklich auf die lange Geschichte fixierten Rundgang offenbar. 

Trotz Regen und Sturm nutzten zahlreiche Besucher die Chance,
den Hauch der Geschichte bei Führungen zu erahnen.

Maria und Juan Fernandez hatten den Blick für die verborgene Schönheit des Anwesens und erwarben es vor einigen Jahren. Die Sanierung wurde 2008 in Angriff genommen. Unterstützung fand das Künstlerehepaar von der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz" (DSD), in deren Auftrag Günther Schorn, Ortskurator Jülicher Land im DSD, am "Tag des offenen Denkmals" einen Förderbeitrag in Höhe von 50 000 Euro überbrachte. Dieser wird zur weiteren Sanierung des Palas und des Nordturms eingesetzt. Ebenfalls gefördert werden die im dritten Bauabschnitt anstehenden Instandsetzungsmaßnahmen am Treppenturm mit seiner einzigartigen hölzernen Spindeltreppe.

Günther Schorn (links) überreicht Maria und Juan Fernandez den Förderbetrag, über den sich auch Koordinator Conrad Doose (rechts) vom Förderverein Zitadelle Jülich freut.
In seiner kurzen Ansprache würdigte Günther Schorn das außergewöhnliche Engagement des Ehepaars Fernandez und die vorzügliche Zusammenarbeit mit dem "Förderverein Festung Zitadelle Jülich". Dieser setzt unter Federführung des Vorsitzenden Conrad Doose die Koordinierung des Projekts in allen Belangen professionell um. "Ich habe in meiner 20-jährigen Erfahrung noch nie ein solches emotionales und auch finanzielles Engagement für ein Baudenkmal erlebt, wie dieses hier beim Ehepaar Fernandez", bekräftigte Doose das Lob des Ortskurators. Maria Fernandez nahm den Faden auf und dankte allen Beteiligten für die vorbildliche Zusammenarbeit. Es sei ein tolles Erlebnis, zu beobachten, mit welcher menschlischen Harmonie zum Beispiel die Handwerker hoch oben auf dem Turm ihr Werk verrichteten. Es sei "eine richtige Freundschaft untereinander entstanden". Ihr Blick in die Zukunft wurde von den Gästen mit anerkennendem Beifall honoriert: "Die Burg ist ein schlafendes Vermächtnis, das wir zu neuem Leben erwecken möchten, damit zukünftige Generationen es nutzen können." So wird Burg Engelsdorf in nicht allzu ferner Zukunft zu einer Fortbildungsstätte für junge internationale Künstler, die in ihrer Kreativität vom faszinierenden mittelalterlichen Ambiente profitieren werden. (jago)

copyright Fotos und Texte:
Max Günter Jagodzinska
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