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Montag, 19. Dezember 2011

Fotomotiv HAARE

Bei bestimmten Aufträgen für die Lokalpresse ist es vorteilhaft, sich als Berichterstatter im Hintergrund aufzuhalten. Beispiele sind Informationsvorträge, Chorkonzerte oder Lesungen, also Events mit Publikum. Zum Job gehört es, zuzuhören, Akteure und Publikum zu beobachten und natürlich gute Fotos zu schießen. Irgendwann wurde mir bei einem total langweiligen Vortrag (nein, ich sage nicht, welcher es war) bewusst, dass ich jede Menge Zeit damit verbrachte, auf Hinterköpfe zu starren. Dabei fiel mir auf, dass einige total interessant aussahen, wenn man sie als fotografisches Hauptmotiv anvisierte.
Das war also die Geburtsstunde meines Motivordners "Haare", wobei von vorneherein feststand, dass die Aufnahmen auf jeden Fall in den Photoshop mussten.

Beispiel 1:
Mann, Alter 25 - 30 Jahre, Frisur mit Stylingpampe
Originalfoto aufgenommen mit Zoomobjektiv bei 300 mm
Blende 5,6 - Belichtungszeit 1/60 sec




Bei der Wahl des Ausschnitts ziehe ich in Photoshop (PS) einen Auswahlrahmen auf, der etwa 1/4 des Bilds ausmacht und verschiebe diesen, bis mir ein bestimmter Bereich gefällt. Natürlich kann aus einem Originalmotiv eine Vielzahl an Ausschnittsbereichen für die Weiterbearbeitung ausgewählt werden. Hier habe ich mal ein paar Locken ausgeschnitten.




Erste Variante:
Überwiegend mit "Farbton / Sättigung" bearbeitet. Dazu habe ich mit dem Zauberstab einen Zufallsbereich ausgewählt und diesem einen neuen Farbton mit verstärkter Sättigung verpasst.


Das Ganze habe ich viermal mit jeweils anderen Zufallsbereichen und anderen Farbtönen und Sättigungsgraden wiederholt.

Zweite Variante:
Hier kam dreimal hintereinander der Filter "Distorsion" mit 100 % zum Einsatz.


Anschließend ähnlich wie bei der ersten Variante Farbto und Sättigung verändert.


Der eine oder andere Zeitgenosse mag nun fragen: "Ja und was soll das Ganze?"
Meine einfache Antwort: "Spaß machen!"
Ich kann jedenfalls an abstrakten Mustern und Formen in interessanter Farbgebung sehr viel Reizvolles entdecken und sehe mir auch sehr gerne kreative Werken und Verfremdungen anderer PS-Bastler an.
Wichtig ist dabei einzig und allein, dass die fantastischen Möglichkeiten, die das Programm bietet, sich stets am Werk orientieren und dementsprechend eingesetzt werden. Wer einfach nur Filter zusammenstümpert, wird nie zu interessanten Resultaten kommen.

copyright Text und Fotos:
Max Günter Jagodzinska
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