Seiten

Samstag, 6. Dezember 2014

1. FC KÖLN – WINTERKÖNIG FORDERT AUGSBURG HERAUS


Nachdem der ärgste Frust überstanden war, habe ich mich darauf eingeschossen, die 1:5 Pleite vom letzten Wochenende ausschließlich am Fehlurteil von Thorsten Kinhöfer festzumachen. Bleibt der Schiri bei seiner spontanen Entscheidung, das Foul an Ujah zu pfeifen und lässt sich nicht vom an der Seitenlinie rumturnenden Assi belabern, dann geht der FC als Sieger vom Platz. Gegenargumente, die stets mit einem hypothetischen „Ja, aber ...“ angefangen haben, werden nicht mehr akzeptiert, basta.

Vor dem Spiel gegen den FC Augsburg

Ist sonst noch jemandem aufgefallen, wie selbstbewusst unsere FC-Spieler in fast allen Interviews reagiert haben? Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Höhe der Niederlage eine Trotzreaktion bewirkt hat, die in positive Energie umgesetzt wird. Hört sich jetzt vielleicht etwas merkwürdig an, aber vielleicht war das genau der richtige Kick zum genau richtigen Zeitpunkt. Bestes Beispiel ist Timo Horns Ansage im Kicker: „Das wird uns nicht runterziehen. Wir werden gegen Augsburg ganz anders auftreten. Keiner macht sich einen Kopf, dass wir unten reinrutschen. Das wird nicht passieren.“ Diese Einstellung gefällt mir, aber 'nen Kopf mach ich mir trotzdem.

Kein Winterkönig mehr

Zum „Winterkönig“ wird’s in diesem Jahr nicht reichen. Warten wir mal die bis zur Pause noch anstehenden vier Spiele ab. Wenn die absolviert sind, werden wir wissen, ob die Mannschaft ihrem Trainer das „20 plus x Punkte zur Winterpause wären gut“-Päckchen“ auf den Gabentisch legen kann. Augsburg und Mainz werden ganz sicher nicht nach Müngersdorf kommen, nur um frohe Weihnachten zu wünschen und das Drei-Punkt-Präsent ohne Gegenwehr abzuliefern. Machen wir uns nichts vor, die bisher recht erfolgreiche FC-Auswärtsbilanz wird weder Schalke noch Wolfsburg in Angst und Schrecken versetzen. Denen geht das irgendwo vorbei und das sollte es uns auch! Genauso sollten wir aber auch nicht länger über die mickrige Heimausbeute lamentieren. Hätte, wäre, blablabla … Die Spiele sind vorbei, die Ergebnisse nicht zu ändern. Nein, es existiert auch im Regelwerk des DFB keine Vorschrift, die besagt, dass vergangenen Heimspiel-Negativergebnisse sich in der Zukunft fortzusetzen haben. Nein, es liegt auch kein Fluch auf dem satten Grün der heimischen Wiese. Gegen Augsburg wird gewonnen, alles andere interessiert im Moment nicht.

Platz 4, na und ...

Apropos Augsburg und Platz vier. Hätte keiner mit gerechnet, aber was sagt der Tabellenplatz über die tatsächliche Stärke der Weinzierl-Mannschaft aus? Wenig, sehr wenig! Es ist weder größenwahnsinnig noch vermessen zu behaupten, dass der FC mit ein wenig mehr Glück die Spiele in Hannover und in Frankfurt gewonnen hätte und dann mit 21 Punkten auf … na wo wohl … genau auf Platz vier stehen könnte. Wahrscheinlich ist es besser, dass es nicht so ist, denn die Sehnsucht nach Platz 15 scheint einfach zu groß zu sein. Den Eindruck habe ich jedenfalls beim Lesen des von Alexander Wehrle und Jörg Schmadtke unterzeichneten Editorials im aktuellen Geißbock-Echo bekommen. Da steht: „Jetzt, da die Tage dunkler und kürzer werden, sind wir genau dort, wo wir uns vom Anpfiff dieser Saison an gesehen und erwartet haben: Im Kampf um Platz 15.“ Ähm, sorry, aber erstens werden die Tage wieder länger und zweitens mit „Jetzt da die Tage dunkler und kürzer werden“ fängt normalerweise das Wort zum Sonntag an, könnte auch gut als Einleitung zu einer Predigt des frühen Otto Waalkes passen. Den Text haben garantiert nicht Wehrle oder Schmadtke geschrieben, das war wohl ein Praktikant. Hört sich schon merkwürdig an, wenn man nach drei Niederlagen aus den vier letzten Spielen schreibt, (endlich) angekommen zu sein. Noch hat der FC zwei Punkte Abstand auf 15, aber Vorsicht, die Teams auf 16, 17 und 18 haben nur ein winziges Pünktchen weniger. Da kann es verdammt schnell passieren, dass man mit der „Roten Laterne“ in die Winterpause geht. Gleich geht’s los in Müngersdorf, jetzt zählt's, jetzt kann es nur noch heißen: Gegen Augsburg wird gewonnen.

Nach dem Spiel geht’s weiter ...

BANG! Schon wieder ein Tiefschlag
Es ist nicht zu fassen. Warum wird nach einer ersten Halbzeit, in der man das Spiel schon hätte entscheiden können, nein, müssen, im zweiten Durchgang das Spiel nach vorne wieder komplett eingestellt? Unfassbar, dass in jedem Spiel die Bälle ins eigene Netz abgefälscht werden. Ist das nur Pech … Oder ist es vielleicht die logische Konsequenz des Hin- und Hergeschiebe in der eigenen Hälfte, dass dann irgendwann der Gegner den Ball erwischt und einfach draufhält? Ich bin sauer, fühle mich verarscht … und da geht mir selbst das Sich-Im-Kreisaufstellen der Akteure nach der Niederlage mit dem Trainer in der Mitte auf den Senkel. Schluss, aus, für heute bin ich bedient.
 
Max Günter Jagodzinska
Alle Fotos und Texte dieses Blogs sind urheberrechtlich geschützt.
Jegliche Verwendung ohne vorherige schriftliche Freigabe ist untersagt
 
 

 
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen